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Perspektiven für eine versöhnte Zukunft

Christen und Freimaurer

Öffentlicher Vortrag mit
Monsignore MMag. DDDr. Dr. h. c. mult. Michael Heinrich Weninger

Dienstag, 3. November 2026, 19:30 Uhr

Das Verhältnis zwischen katholischer Kirche und Freimaurerei ist von einer langen und wechselvollen Geschichte geprägt. Über Jahrhunderte hinweg standen sich beide Seiten mit Misstrauen und Vorbehalten gegenüber. Kirchliche Verurteilungen, unterschiedliche Weltanschauungen und zahlreiche Missverständnisse führten zu einer tiefen Entfremdung.

Doch wie ist dieses Spannungsverhältnis entstanden? Welche historischen Ereignisse haben die Beziehung geprägt? Und wie lässt sich heute ein sachlicher und respektvoller Dialog führen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich Monsignore MMag. DDDr. Dr. h. c. mult. Michael Heinrich Weninger in seinem Vortrag. Als katholischer Priester, Theologe, Philosoph und ehemaliger Diplomat verbindet er wissenschaftliche Kenntnisse mit langjähriger Erfahrung im interreligiösen und interkulturellen Dialog. Zudem hat er sich intensiv mit der Geschichte und den Möglichkeiten einer Annäherung zwischen katholischer Kirche und regulärer Freimaurerei auseinandergesetzt.

Der Abend möchte informieren, zur persönlichen Auseinandersetzung anregen und einen differenzierten Blick auf ein bis heute kontrovers diskutiertes Thema ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen die historischen Entwicklungen,
bestehende Unterschiede und Gemeinsamkeiten sowie die Frage, ob aus einem jahrhundertelangen Spannungsverhältnis neue Wege des gegenseitigen Verständnisses und der Versöhnung entstehen können.

Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zu Fragen, Diskussion und persönlichem Austausch.

Veranstaltungsort:
Mindener Stadtpalais und Logenhaus
Pöttcherstraße 27, 32423 Minden

Buchempfehlung

Loge und Altar
Eine wissenschaftlich fundierte Untersuchung über die Geschichte der Freimaurerei und ihr konfliktreiches Verhältnis zur katholischen Kirche. Das Buch beleuchtet Ursachen von Vorurteilen und Verurteilungen und zeigt Wege zu Dialog und Aussöhnung auf.

Aus Nacht zum Licht
Eine Darstellung des Annäherungsprozesses zwischen katholischer Kirche und Freimaurerei seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Im Mittelpunkt stehen historische Dialoginitiativen, Kardinal Franz König und die Frage nach einer versöhnten Zukunft.

Die beiden Bücher können am Veranstaltungsabend erworben und vom Autor persönlich signiert werden.

Zum Referenten

Monsignore MMag. DDDr. Dr. h. c. mult. Michael Heinrich Weninger, geboren 1951 in Wiener Neustadt, ist katholischer Priester, promovierter Theologe und Philosoph sowie ehemaliger österreichischer Diplomat und Botschafter. 2019 promovierte er in spiritueller Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom mit summa cum laude.

Während seiner diplomatischen Laufbahn war er unter anderem an den österreichischen Botschaften in Moskau, Madrid und Warschau tätig. Außerdem war er Leiter des österreichischen Generalkonsulats in Kiew und leitete von 1993 bis 1997 die österreichische Botschaft in Belgrad.

Von 2001 bis 2007 war Weninger politischer Berater der Präsidenten der Europäischen Kommission Romano Prodi und José Manuel Barroso für den Dialog mit Religionen, Kirchen und Weltanschauungsgemeinschaften. 2011 wurde er zum Priester geweiht. Von 2012 bis 2021 war er Mitglied im Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog.

Seit vielen Jahren widmet er sich dem interreligiösen Dialog sowie dem Verhältnis von katholischer Kirche und Freimaurerei. Dabei setzt er sich für eine sachliche Auseinandersetzung, gegenseitiges Verständnis und Versöhnung ein.