navigation_1 Kopie

Für die Geschichte
des Hauses

zurück_button Kopie

1719 liessen der „hohe Beamte“ Regierungsrat Helferich von Huss und seine Frau Catharina dieses Palais für sich bauen; auch für die damalige Zeit ein repräsentativer Bau. Dazu gehörten noch Stallungen und Dienstgebäude.

Die Wappen der Eheleute Huss finden sich noch heute über dem Haupteingang des Gebäudes. Unter einer Krone werden die Wappen der Eheleute zusammengefügt. Das linke Wappen, dem Ehemann zugeordnet, zeigt auf einem Schild im blauen Feld eine weisse Gans, die in einem Scheiterhaufen steht. Auf Tschechisch bedeutet Huss „Gans“; der Scheiterhaufen bezieht sich wahrscheinlich auf Johann Huss, den tschechischen Reformator, der auf dem Scheiterhaufen hingerichtet wurde.

 

hauswappen

Das rechte Wappen zeigt einen aus einer Wolke ragenden Arm, der drei Ähren hält. Dies war das Wappen der Ehefrau Catharina, geb. Hilmers.
1775 wird das Anwesen an den Regierungspräsidenten von der Reck ersteigert und dann vermietet. 1791 kauft der Staats- und Justizminister Freiherr von der Reck das Anwesen und danach wechselten Besitzer und Mieter häufig. 1852 wurde die Witwe des Gerichtsrates Müller Alleinerbin. 1854 bis 1857 vermiete sie die obere Etage an die Logen, bis diese das Haus 1858 für 5000 Taler kaufen. 
Wo sich die Freimaurerbrüder zwischen 1780 und 1854 trafen, ist unbekannt.

1933 ist die Loge zwangsaufgelöst und enteignet worden, 1934 eröffnete die NSDAP eine Luftschutzhauptschule in dem Gebäude.
1945-1953 gehörte das Haus der Stadt und blieb ungenutzt.
Erst 1953 erfolgte die Rückgabe des inzwischen fast verfallenen Anwesens an die Mindener Loge.
Die Brüder konnten aber eine Generalsanierung nicht bezahlen, so dass das fast verfallene Haus 1958 an die Stadt verkauft wurde. 1961/62 erfolgte eine „Generalsanierung“, wobei das Gebäude bis auf die Innentreppe vollständig entkernt wurde. Aus heutiger Sichtweise ist das Innere des Gebäudes „kaputt saniert“ worden.
Die Stadt Minden brachte über viele Jahre die Stadtbibliothek dort unter und später die Verwaltung des „Preussenmuseum“, die dann in das Preussenmuseum umzog.

Die Loge kaufte das Gebäude im Jahre 2003 von der Stadt zurück. In der Presse hieß es zu Recht, das Gebäude befände sich in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand. Dies belastet die Brüder Jahr für Jahr finanziell schwer. Das Palais steht seit 1984 unter Denkmal-Schutz; auch dies will beachtet und finanziert werden.