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Die Geschichte der
Freimaurerei in Minden

Die Geburtsstunde der modernen Freimaurerei war der 24.06.1717, als sich in London vier Logen zusammengeschlossen haben.

Informationen zu Minden:
Nach dem Dreissigjährigen Krieg, im Westfälischen Frieden (1648), wurde Minden brandenburgisch. 1701 entstand aus Brandenburg Preussen und so wurde Minden preussisch. Über Preussen und Hannover bestanden enge Kontakte nach England, so dass im Jahre 1748 eine britische Loge in Minden gestiftet wurde, über deren weiteres Wirken nichts bekannt ist.

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1759, während des Siebenjährigen Krieges, kam es zur Schlacht bei Minden, in der preussische, hannoveranische und britische Truppen gegen französische und sächsische kämpften. Eigentlich eine „kleine Schlacht“, die aber dazu führte, den britischen Einfluss weltweit zu begründen.

Die Kirchenbücher berichten, dass einige Briten in und um Minden blieben und hier Familien gründeten.

Am 10.11.1780 gründeten neun Freimaurer der (Bad) Pyrmonter Loge die Loge „Wittekind zur Westfälischen Pforte“. Das Original der sehenswerten Stiftungsurkunde ist noch immer vorhanden. Der altehrwürdige Text wird jedes Jahr beim Stiftungsfest vom Sekretär verlesen.
Ende 1780 wurde in einer anderen Lehrart die Loge „Aurora“ gestiftet. Beides waren Johannislogen und so die Basis unseres stufenweisen Weges.
Um in Minden auch die nächste Stufe beschreiten zu können, gründete sich 1783 die altschottische Meisterloge „Westfalia“, die bis 1933 bestand.
1822 waren von 9376 Mindenern 117 Mitglieder der Freimaurerlogen!
Die drei deutschen Logen trafen sich ab 1858 im Logenhaus (heute Pöttcherstraße): Ein gesellschaftlicher Mittelpunkt, wie ein Zeitgenosse schrieb.
Zum 100. Stiftungsfest 1880 gab es ein Glückwunschschreiben von Kaiser Wilhelm I und des Kronprinzen Friedrich Wilhelm.
Die Nationalsozialisten hatten sich von Anfang an mit allen Mitteln der Demagogie gegen die Freimaurer gewandt. Diese wären ein verlängerter Arm der Juden, auch würden die Freimaurer im Geheimen unrechtmässige Dinge tun.
Sämtliche Logen wurden 1933 zwangsweise geschlossen, die Logenhäuser enteignet. Einiges konnten engagierte Brüder noch an Büchern und Gegenständen vorher retten.
1946 wurde dann die Freimaurerei wieder zum Leben erweckt. Die Logen „Aurora“ und „Wittekind zur Westfälischen Pforte“ vereinigten sich zur jetzigen Loge „Wittekind zur Westfälischen Pforte“.
Minden gehörte zur britischen Besatzungszone; die englischen Brüder gründeten 1972 die Feldloge „The Rose of Minden“, die nach Abzug der britischen Truppen aus Minden, in Herford weiter besteht.

„Wittekind zur Westfälischen Pforte“ ist eine der ältesten Logen in Deutschland.

Nach dem Mindener Bürgerbataillon ist die Mindener Freimaurerloge die älteste Vereinigung in der Weserstadt.